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Kannst Du auch mal etwas Vernünftiges Kochen?

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Auch solche Fragen kommen vor. Und irgendwie dachte ich längere Zeit, dass sie auch berechtigt wären…
“Vernünftig kochen” ist schließlich gar nicht schwer – höchstens ungewohnt ;-)

Kartoffelsalat mit Tomate und Ei

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“Wer wagt, gewinnt”, fällt mir zum Seneca-Zitat ein, und wenn das mal nicht vernünftig ist!

Im übrigen gibt es die Rezeptidee hier schon längst – mit einem Kartoffelsalat, der eine etwas merkwürdige Gelb-Färbung hat, was am Curcuma liegt.

Und überhaupt – das Ganze hier ist so ein bisschen die Fortsetzung vom “Ernährungstagebuch“, das auch schon vom Gedanken, sich schlicht und zweckmäßig zu ernähren, geprägt war…

Etwas Vernünftiges zum Essen auf den Tisch, und überhaupt: Vernünftig:

Da gab es einmal ein Buch zu “weiblichen Essstörungen“, die die Autorin aus dem “weiblichen Narzissmus” hergeleitet hatte, sich auf Alice Miller und Winnicott berufend, was das “falsche Selbst” von Bulimikerinnen betrifft – das zu lesen war wie eine Zaubervorstellung: Wie bloß kommen immer wieder die Kaninchen in den eigentlich leeren Zylinder?

“Iss doch endlich wieder normal” wäre dann die hilflose Forderung der sorgenden Mutter an das speiende Kind, das keine richtige Frau werden wollte, weil es sich im weiblichen Narcissmus verheddert hatte, und Schneewittchen im Glassarg war dafür ein Symbol – oder, anders formuliert: Klar, dass die Mutter neidisch wird auf die Tochter, die in die Pubertät kommt – “Spieglein, Spieglein…”.
Aber wir wollen hier keine Märchen erzählen und nicht der Mythomanie verfallen…

 

Tausendjährige Eier

Natürlich denkt die Königin auch mal an das Phänomen “Langlebigkeit”, gerade und erst recht, wenn das Spieglein ihr nicht mehr bescheinigt, die Schönste im ganzen Land zu sein. Und was, wenn nicht tausendjährige Eier, ist ein Symbol für Langlebigkeit?

milchsauer fermentiertes Gemüse - Artike

Zum Artikel über milchsaure Gemüse-Fermentation: Blid-Klick

Das Beispiel der fermentierten Eier zeigt aber auch, dass “Normal Essen” im Zusammenhang der Kultur, in der es stattfindet, verstanden werden sollte – hierzulande gibt es höchstens Sol-Eier oder “Eier in Senfsauce”, und wir fermentieren leider viel zu wenig – möglicherweise liegt ja hier die Ursache aller Essstörungen ;-)
Beleg: Kimchi-EsserInnen sind alle schlank ;-)

Aber nein, das war doch anders, wie wir zu lesen bekommen:

 

“Essstörung” und “Narzissmus” miteinander in Verbindung zu bringen, war schon mal verdienstvoll, aber auch eigentlich selbstverständlich – gäbe es da nicht die Schwierigkeiten mit den Begriffsbestimmungen, und auch das “Binge-Eating”, das im genannten Aufsatz nicht vorkommt, vielleicht, weil die, die sich selbst mästen (lassen), an den Zentren für Essstörungen wirklich unterrepräsentiert, und ohnehin unspektakulär sind.  “Weiblicher Narzissmus” – als ließe sich das auftrennen, weiblich und männlich gegeneinander abgrenzen - im Zusammenhang mit Narzissmus, der ja gerade durch die bisexuelle Orientierung des Narziss charakterisiert ist?

Die Selbstwertstörung ist jedenfalls kein weibliches Privileg, sondern eine Problematik, die sich durchaus geschlechtsspezifisch ausprägen mag, aber nicht naturgewollt – “Man wird als Frau nicht geboren, man wird dazu gemacht”, sagte jedenfalls Simone de Beauvoir (und das müsste auch für Männer gelten, wird aber seltener diskutiert).

 

Über-Gewichtiges

Natur- oder Gottgewollt wird auch nicht das Übergewicht sein, aber an seiner Entstehung müsste auch “die Psyche” beteiligt sein, ursächlich demnach auch eine (“latente” ) Essstörung, hier das “Binge-Eating”,  das aber längst nicht so interessant und spektakulär-lebensbedrohlich wie Anorexie und Bulimie zu sein scheint, mithin bei den wenigen existierenden Zentren für Essstörungen auch nur peripher bearbeitet/beachtet wird.

Aus der statitischen Perspektive gesehen, ist das “Übergewicht beim Manne” gravierender als das der Frau:

Was diese Statistik bedeutet, lässt das Statistische Bundesamt bewusst offen – für mich bedeuten diese Zahlen, dass Frauen sich selbst und gegenseitig mehr Beachtung schenken als Männer(n) – also gibt es vielleicht doch einen spezifisch weiblichen Narzissmus, der sich auch in einer anderen Lebenserwartung ausdrückt.

Randnotiz: Narzissmus – Amok

Wer mag, kann das ja mal nachlesen - wenn sich nun herausstellt, dass Amokläufer eigentlich immer “männlich” sind (oder einem fiktiven Männlichkeitsideal hinterherbomben), könnte das ja auch bedeuten, dass wir vom zugrundeliegenden Prinzip, dem “Narzissmus”, bloß keine Ahnung haben – oder schon infiziert sind.

Das, was man als schwere Krankheitssymptome mit den Namen narzisstische oder Borderline-Störung belegt, drohe … [zu einem Charakteristikum der  Mediengesellschaft] zu werden. So formulierte Tim K. vor seinem Amoklauf in Winnenden: „Also ich meine nur man wird noch berühmt und bleibt anderen im Gedächtnis.“

Im Glanze des Kamera-Auges wollte Breivik seine Tat verewigen.

(Quelle)

Bedürfnisse

Es könnte “Narzissmus” auch bedeuten, dass der Hunger nach Anerkennung ganz und gar nicht exklusiv weiblich ist, aber hier und da als männliches Bedürfnis von Frauen geleugnet wird, “in den Untergrund verbannt” sozusagen; genauso ist denkbar, dass das gemeinte doch ein Anderes ist – Hunger ist anders, ist oral – aber bei Essstörungen bietet sich der Blick aufs Symptom an und versperrt doch das Erfassen der grundlegenden Beziehungsstörung.

Es könnte auch sein, dass Männer hungriger sind als Frauen, mehr “unstillbaren Hunger” haben, denn warum sonst sollten mehr Männer als Frauen adipös sein?

Was den “normalen Hunger” betrifft, sollten wir jedenfalls entspannt sein, denn:

 

 

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