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“Portionsdiät-Essige” – Jeder ein Unikat

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Die eigene Essig-Produktion, das Essig-selbst-Machen ist auch als Hobby schön; im größeren Maßstab wäre mir das “Essig-Brauen” aus diversen Gründen nicht möglich.

Nur für den Eigenbedarf Essig herzustellen, wäre andererseits zu wenig – und die Überschüsse immer nur verschenken, macht auf Dauer keinen Spaß. Vielleicht lässt sich hieraus künftig noch ein Klein-Gewerbe entwickeln, vielleicht in einer Gruppe, aus einem Kurs “Essig-Vielfalt: Selbst gebraut genießen” heraus.
Deshalb biete ich hier ausgesuchte “Privat-Spezialitäten” zum Probieren an -

vielleicht wird ja mehr daraus, und Ihr findet selbst Gefallen an der häuslichen Essig-Herstellung, die gar nicht so schwierig ist, wenn erst mal ein paar Bedingungen erfüllt sind. Bei Interesse könnt Ihr Euch über den o.g. Link schon mal einlesen. Und stellt Euch vorher mal die Frage, woher denn die “regionalen Lebensmittel”, die achsosehr im Trend liegen, kommen sollen, wenn nicht dezentral – von Euch -  und nicht vom Bäcker ;-)

Kommen wir zu den Beispielen, wie ich mir ein Angebot für FreundInnen exklusiver, unverfälschter und nicht steriler Essige vorstellen kann:

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 1-A-Bieressig

Dabei ist klar, dass das Etikett auch eine Rückseite hat.

Circa 170 ml Bieressig, in Ruhe und langsam gebraut – eher milder, leicht malziger Geschmack. Besonders geeignet für Kartoffelsalat: Die geschnittenen Pellkartoffeln mindestens 1 Stunde nur mit Bieressig vermischt ziehen lassen, dann weiter mit Essig-Öl-Senf-Gemüsebrühe-Dressing wie gehabt.

Bieressig ist ohnehin eine Rarität – in diesem Fall, mit wirklich altem Bier gebraut, erst recht. In der Upcycling-Braunglasflasche mit folkloristischem Anhänger, Rückseite Kunstpostkarte mit Motiv von Jéròme Bosch.

 

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Zitronen-Obst-Essig – mit Recycling-Zironengras

Dieses Zitronengras hat schon mal Rotweinessig gesehen, hatte aber noch so viel Aroma, dass es welches abgeben wollte oder konnte.
Der Rotweinessig hatte das Gras gefärbt, als hätte man es in eine Beize gelegt, aber die Stängel selbst haben nicht weitergefärbt – der Obstessig aus vermustem und vergärten Konservenobst, das niemand mehr wollte, ist hell, frisch-säuerlich und fruchtig.

Dass so ein Essig auch eine sehr taugliche Grundlage für Limonaden ist, muss man wissen – und auch bei Obstsalaten oder grünem Blattsalat dürfte er gut passen.

 

 

 

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Rotweinessig – Standard

Der folgende Rotweinessig duftet aromatisch-kräftig, ist aber stinknormal: Nichts aufgesetzt, nichts angesetzt, nicht geräuchert. nur geschwenkt und nicht gerührt;-)

In Sachen Design ist besonders die Flasche gelungen; beim Etikett könnte gerne ein(e) DesignerIn nachbessern – am Besten jemand mit einer Affinität zu Wein, Essig und einem roten Stern

 

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Sortenrein und “Bio”

Viel Bio-Tempranillo-Essig ist das hier ja nicht – und noch dazu hatte seine Mutter zuvor in konventionellem Weinessig geschwommen – insofern muss man fragen, ab wann ein Bio-Essig auch einer ist und keiner, bei dem mit den Etiketten geschwindelt wurde.

Einigen wir uns auf den Begriff “Alternativer Bio-Essig“?

Ich habe diese “Alternative für die Region” in diese Auflistung aufgenommen, weil sie sehr schön verdeutlicht, dass “Regionaler Essig” gar nicht so absolut einfach zu machen ist (Gut, bei regionalem Olivenöl wird ja auch niemand zum Fundamentalisten).

Richtig und wichtig ist die Wiederverwendung von Flaschen als Beitrag zur Müllreduktion, man kann regionalen, unverpackten Wein besorgen und bei Kräuterauszügen bei den Kräutern  in der passenden Saison zuschlagen: Das ist auch eine schöne Motivation für unsere Gartenbesitzer, einfach mal ein paar Kräuter auszusäen.

Für Salate, Sauerbraten, Marinaden, beim Gurken- und Kürbis-Einkochen braucht man mehr Essig, als einem bewusst ist, und auch die Sriracha-inspirierte “Zaubersauce” kann einen sehr guten, aromatischen Essig vertragen. +

 

 

Die Flaschen für den Essig werden im Normalfall nur “verliehen”, was durch die Erhebung eines Pfands von drei Euro gesichert wird. Das Etikett ist gleichzeitig Pfandquittung.

 

 

Etiketten, unter Kunstverdacht

http://wein-verstehen.de/5-weine-mit-kreativen-weinetiketten-teil-1/

 

Gewerbliche Kunst – oder freiberuflich?

 http://www.existenzgruender.de/SharedDocs/BMWi-Expertenforum/Gruendungsplanung/Freie-Berufe/kuenstl-publ-Taetig/Selbst-angefertigtes-Kunsthandwerk-verkaufen-freiberuflich-oder-gewerb.html

 

Wie viele Socken sond ein Gewerbe?

http://www.aachener-zeitung.de/ratgeber/bildung-beruf/steuern-auf-gestrickte-socken-wenn-aus-dem-hobby-ein-job-wird-1.957946

 

Was sagt die Lebenmittelüberwachung

http://www.ksta.de/koeln/sote-plaetzchenverkauf-im-internet-private-weihnachtsbaecker-23305408-seite2

 

“Jeder ist ein Künstler” – und Butter oder Blutwurst im Museum ist kein Lebensmittel

Beuys – mit Hut, Filz und Fettecke

 

- Daraus leitet sich die gute Nachricht ab, dass Kunstsammler nun auch Essig mit den entsprechend  gestalteten Flaschen sammeln können.

 

 

 

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